Einsatzübung im GPR Gesundheits- und Pflegezentrum Rüsselsheim

Einsatzübung im GPR Gesundheits- und Pflegezentrum Rüsselsheim

Es ist Freitag, der 30.09.2016, die Freiwillige Feuerwehr Rüsselsheim-Stadt hat Ihren wöchentlichen Übungsabend. Gegen 20:00 Uhr erklingt der Alarmgong auf der Feuerwache und es folgt die Durchsage: „Einsatz für den Löschzug. Alarmiert nach F BMA, es geht aus ins GPR…“

 

Was bedeutet das Einsatzstichwort F BMA?
Es handelt sich um den Alarm bzw. eine Feuermeldung (F) einer automatischen Brandmeldeanlage (BMA), ein sogenannter Brandmeldereinlauf. Ein Rauchmelder oder eine Sprinkleranlage, welche z. B. in öffentlichen Gebäuden installiert sind, haben ein Feuer detektiert und automatisch an die Zentrale Leitstelle in Gross-Gerau gemeldet. Durch die Zentrale Leitstelle wird dann die entsprechende Freiwillige Feuerwehr per Funkmeldeempfänger alarmiert.

Hier handelte sich glücklicherweise nur um eine realitätsnahe Übung, die in Kooperation mit dem GPR (Gesundheits- und Pflegezentrum gGmbH) geprobt wurde. Das Übungsszenario, welches vorgefunden wurde, war ein simulierter Brand auf einer Station im Altbau. Dieser Bereich ist auf Grund von Sanierungsarbeiten derzeit nicht in Betrieb und wurde für die Übung extra präpariert. Primäre Aufgabe war die Evakuierung von sechs Patienten aus dem Gefahrenbereich, anschließend oder parallel – je nach Lage und Möglichkeiten – galt es eine Brandbekämpfung vorzunehmen.
Der Löschzug traf binnen weniger Minuten nach der Alarmierung am GPR ein und das realistische Szenario begann.
Vor Ort traf der Einsatzleiter die interne Einsatzleitung des GPR an. Diese besteht aus leitenden Mitarbeitern des Klinikums, welche dem Einsatzleiter erste Informationen über die Lage und bereits ergriffenen Erstmassnahmen gaben. Die weitere Koordination der Evakuierung erfolgte nun gemeinsam nach Rücksprache mit den Führungskräften der Freiwilligen Feuerwehr und begann binnen weniger Minuten. Die Station war komplett mittels Nebel verqualmt, sodass die Angriffstrupps unter umluftunabhängigem Atemschutz zu den „Patienten“ vordringen mussten. Die Patienten wurden von diversen Statisten dargestellt und wurden, teilweise mitsamt angeschlossener Apparaturen, in Ihrem Bett aus dem Gefährdungsbereich in einen sicheren Bereich des Klinikums gebracht. Hier wurden diese dann weiter betreut. Auch die parallel eingeleitete Brandbekämpfung führte zeitnah zum gewünschten Erfolg.
An der Übung konnte man sehen, dass die Zusammenarbeit mit den Pflegekräften, Ärzten sowie der Freiwilligen Feuerwehr Hand in Hand funktioniert und die Einsatzpläne generell passen. Die Evakuierung der sechs Patienten konnte innerhalb von 20 Minuten nach Auslösen des Alarms gemeldet werden, die Brandbekämpfung war auch kurze Zeit später abgeschlossen. In einer ersten internen Nachbesprechung wurden Probleme und Verbesserungsvorschläge erörtert, um die vorhandenen Pläne weiter zu verbessern.
Randnotiz: Die realen Patienten und Mitarbeiter wurden natürlich vorab über die Übung informiert.
Beteiligt an der Evakuierungsübung waren sechs Einsatzfahrzeuge der Freiwilligen Feuerwehr Rüsselsheim-Stadt mit ca. 40 Einsatzkräften

 

Von: Maik Roth

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